Leistungsprofil Segeln  
Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten definieren die sportliche Leistungsfähigkeit eines Seglers?

Taktik

Wind- und Wetterkunde

  • klimatologische Grundkenntnisse
  • meteorologische Kenntnisse
  • Windindizien
  • revierbedingte Meteorologie

Wellen- und Strömungskunde

  • Wellenkunde
  • wellentaktische Prinzipien
  • Strömungskunde
  • veränderte Geometrie
  • Theorie zu Welle, Strömung und Segeltaktik

Großraumtaktik

  • Kreuztaktik
  • Raumwindtaktik
  • Vorwindtaktik
  • der taktische Plan

Kleinraumtaktik

  • Taktik am Start
  • Taktik in der Nachstartphase
  • Taktik auf freiem Bahnschenkel
  • Taktik an Bahnmarken und Ziel

Wettkampfregeln

  • IWB
  • Ordnungsvorschriften Regattasegeln
  • Segelanweisungen
  • Klassenbestimmungen
  • Regeln für besondere Wettkämpfe

Kondition

Ausdauer

Schnelligket

Beweglichkeit

Kraft

Gewandtheit

Wettkampfgewicht

Technik

Trimmtechnik

  • Bedienung der dynamischen. Trimminstrumente: z.B. Baumniederholer, Cunningham, etc
  • Einstellung der statischen Trimmgrößen: z.B. Mastfall, Riggspannung, etc.

Fahrtechnik

  • Amwind
  • Raumwind
  • Vorwind
  • Boentechnik
  • Pumptechnik
  • Wellentechnik

Technik am Start

  • Fahrtkontrolle
  • Manöverkontrolle
  • Positionskontrolle

Manövertechnik

  • Kursänderungsmanöver
  • Bugwechselmanöver
  • Manöver der Seemannschaft
  • Bahnmarkenmanöver
  • Ersatzstrafenmanöver

Konzentration

Kognitive Kontrolle

Mit kognitiver Kontrolle bezeichnet man einerseits die Fähigkeit, störende Hinweisreize z.B. Gegnerverhalten, von den leistungsdienlichen Hinweisen, z.B. Winddreher, in der Wahrnehmung zu trennen und realistisch wahrzunehmen. Ein Segler mit Entscheidungskontrolle zeigt Entschlossenheit (z.B. in taktischen Situationen). Die Ausführungskontrolle steht für das Vermeiden unnötiger Denkprozesse (z.B. grübeln über Misserfolg, Showeinlagen) und das schnelle und präzise Umsetzen von Handlungsplanen.

Energetisierungskontrolle

Mit Energetisierungskontrolle bezeichnet man die Fähigkeit, die innere Anspannung immer auf einem gleichbleibenden, leistungsbezogenen Niveau zu halten (kein Lampenfieber). Daneben vermeidet ein guter Segler unsinnige körperliche und geistige Anstrengungen und setzt seine Energie fur die Aufgabenlösung ein.

Personenmerkmale

Mit Personenmerkmale fasst man die Schlüsselbausteine eines guten Seglers zusammen. Er verfügt über sportbezogene Fertigkeiten und Bewegungsmuster und ein taktisches Wissen und kann beides einsetzen. Er besitzt ein gutes Selbstvertrauen in diese Fähigkeiten und zeigt Selbstverantwortung.

Übergeordnete Kontrolle

Die übergeordnete Kontrolle sorgt dafür, dass der Segler von äusseren Rahmenbedingungen unabhängig ist (Gegner, Leistungsdruck) und eigenständig handelt.

Emotionskontrolle

Besitzt ein Segler eine gute Emotionskontrolle, dann gelingt es ihm, negative Gefühle (Niedergeschlagenheit, Angst, Wut) zu dämpfen und positiv-leistungsbezogene (Freude, aber auch Arger) anzuregen.

Antizipative Kontrolle

Die antizipative Kontrolle vermeidet eine krampfhafte Leistungshaltung und erreicht statt dessen eine Gesamtabstimmung des Systems Boot/Segler: Aufgehen im Boot, Flow, Trance.

Bedienung der dynamischen. Trimminstrumente: z.B. Baumniederholer, Cunningham, etc