| Ein Jibeset kann - wenn
er gut beherrscht wird - ein wichtiges taktisches Mittel sein, mit dem
in kurzer Zeit grosse Gewinne gemacht werden können, unter der Voraussetzung,
dass Zeit und Raum dafür ist. Werden Fehler gemacht, sind die Verluste
ebenso gross.
Bein Annähern an die Luvtonne
entscheidet man sich entweder für einfaches Abfallen oder für
einen Jibeset. Mitentscheidend dabei sind:
- Windrichtung
- Windstärke
- Richtung zur nächsten
Tonne
- die bevorzugte Seite vorm
Wind
- die Bootsposition im Rennen
- die Fähigkeiten der
Crew.
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| Bild 1 |
Bild 2 |
Fahre einen Jibeset, wenn:
1. du die Leetonne auf Steuerbordbug erreichen kannst.
[Bild 1]
2. der Steuerbordbug mit mehr als zehn Grad favorisiert
ist (also dichter zur Leetonne)
3. du bei wechselhaften Winden auf dem Weg zur Luvtonnen
auf Backbordbug einen Zieher bekommst [Bild 2]
4. du die Innenposition behaupten willst (entweder ist
es die favorisierte Seite oder du willst die kontrollierende Position).
Fahre KEINEN Jibeset, wenn:
5. wenn weniger als fünf Knoten Wind herrschen (es
sei denn, du kannst die nächste Marke direkt anliegen oder die Seite
ist absolut bevorzugt!).
6. wenn dir viele Boote auf der Kreuz in die Quere kommen
oder zuviele Boote auf der Backbordbug-Layline den Wind stören.
7. deine Mannschaft ohnehin schon Probleme beim Manöver
hat.
Bei der Entscheidung zum
Jibeset gibt es drei kritische Punkte:
8. Lass dich nicht auf der Aussenseite eines Bootes festnageln,
dass einfach nur abfallen will. Es wird ewig dauern, bis du deinen Spi
richtig setzen kannst.
9. Sorge dafür, dass die Halse ein Teil deiner Tonnenrundung
ist. Wenn du zu lange wartest, verlierst du den Schutz von Regel 18 und
wirst anfällig für eine Backbord-vor-Steuerbordbug-Situation
10. Wenn du nach Steuerbord halst und mit dem Spisetzen
schwer beschäftigt bist, hast du KEINE Rechte gegenüber Booten,
die dir hoch am Wind entgegenkommen [Bild 3]
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| Bild 3 |
Tipps für die saubere
Ausführung:
11. Spi unbedingt und direkt vor der Tonnerundung vorfüttern!
Voll hochgezogen wird der Spinnaker dann im neuen Luv.
12. Sorge dafür, dass der Spibaum nach der Halse
locker eingepickt werden kann: Schot und Achterholer lose.
13. Wird der Spi schon vor der Halse etwas hochgezogen,
ist darauf zu achten, dass er nach der Halse nicht durchs Vorsegeldreieck
gepustet wird.
14. Wenn die Genua halst, darf sie anschliessend nicht
loser als bis zur Spischot gefahren werden, damit der Spinnaker nicht
eingeklemmt wird.
15. Den Spibaum so schnell wie möglich in optimale
Position bringen, damit der Spi Wind fängt.
16. ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN!
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